Ich war früher schon in diesem Forum angemeldet und hab durch dieses Forum den Schritt zur Schweißdrüsenkürretage geschafft!
Nun ein kleiner Erfahrungsbericht:
Das Schwitzen hat bei mir mit knappen 13 Jahren angefangen. Mit 18 hab ich mir dann die Schweißdrüsen absaugen lassen. Ich hatte vorher schon alles ausprobiert, von allen möglichen Aluminium-Gedöhns, bis hin zu Tee's und Yoga.
War dann für Untersuchungen ins 300km entfernte Kassel gefahren und es mir wurde die HH bestätigt. Termin war allerdings 6 Monate später und ich war einfach zu ungeduldig. Außerdem hätte ich bei jeder Kleinigkeit sehr lange fahren müssen.
Also habe ich die OP in einer Privat-Schönheitsklinik in meiner Nähe durchführen lassen.
Die Schmerzen waren entsetzlich und ich konnte Tage lang nichts machen. Ich war verzweifelt, weil ich ABSOLUT eingeschränkt war und die Abhängigkeit und Schmerzen zerreißend waren. Schlafen war der Horror. Nach ca. 2 Wochen kam dieses Kompressionshemdchen dann endlich komplett weg.
Knappe 5 Wochen später sah die Welt schon anders aus, was Schmerzen und Bewegung anging. Was die Achseln angeht, sieht's auch heute nicht besonders rosig aus. Sie sind noch immer 'knubbelig' und sehen nicht besonders schön aus. Sie sind einfach verformt, aber gut, damit kann ich leben, da ich gewohnt war, meine Achseln immer gut zu verstecken

Nun bin ich 21 und die letzten 3 Jahre waren einfach großartig. Ich hatte komplett aufgehört zu schwitzen unter den Achseln und konnte einfach alles tragen und hin gehen wo ich wollte. Ich musste vorher nicht groß überlegen und Shoppen war einfach toll

Nun fängt es langsam wieder an. Die letzten Wochen schwitze ich wieder und muss leider beobachten, dass es schlimmer und schlimmer wird.
Die OP hat sich trotzdem gelohnt, da diese Zeit mich doch sehr verändert hat und ich das Leben anders wahr nahm

Nun muss ich mal schauen, wie es weiter geht. Eine weitere OP (bei einem anderen Arzt) oder Botox? Oder ETS .. oder oder oder
Vielleicht kann mir da einer Tipps geben, wenn er denn ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
Nun noch etwas zu kompensatorischem Schwitzen und zu den Kosten:
kompensatorisches Schwitzen: Ja, im Gesicht konnte ich mehr Schweißbildung feststellen. Es ging allerdings, da es nur bei Hitze und Stress übermäßig war.
Kosten: knappe 2000€ und die Beihilfe hat bei mir, ohne Beanstandung, ihren Anteil bezahlt. Den Rest musste ich selbst zahlen. Meine Versicherung(damals Barmenia) wollte, dass ich mich psychologisch begutachten lasse, was jedoch für mich persönlich nicht in Frage kam.
Ich würde mich über Erfahrungen oder gar Tipps von denen freuen, die vll. die gleichen Probleme haben/hatten und natürlich beantworte ich auch gerne Fragen solcher, die mehr über die OP wissen wollen (oder ähnliches).
Liebe Grüße
