Iontophorese im Selbstbau

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Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 22.Apr 2008, 9:31

Hallo Elli

ich beantworte Deine Frage mal hier öffentlich:

Die Iontophorese ist, technisch gesehen, einfach nachzubauen. Du benötigst eine Gleichstromquelle, die den Hautwiderstand durchdringen kann. Meine alte Kaufkiste hatte 4 9V-Akkus, was nicht immer ausreichend war. Mein Selbstbauteil liefert nun maximal so ca. 60 Volt. Dies sollte in allen Fällen für den Hautwiderstand ausreichend sein, auch wenn ich in der Literatur sogar noch höhere Angaben gefunden habe. Generell brauchst Du eine "Stromquelle", da diese einen konstanten, regelbaren Strom liefert sowie mindestens eine Strombegrenzung und diverse Sicherungsmassnahmen.

Versuchs-Variante:

4 9Volt-NiMH-Akkus in Reihenschaltung, Amperemeter Bereich 0-30mA, Stromregelung 0-25mA. Strombegrenzung braucht es eigentlich nicht, da die 4 Akkus kaum mehr als 30mA hinkriegen, was zwar schon sehr unangenehm ist, aber noch nicht tödlich! (Falls dies nicht ausreicht, eben 5 bzw. 6 Akkus verwenden) Dann braucht es noch Elektroden, die per 4mm-Laborkabel an die Schaltung angeschlossen werden. Hier ist gelochtes, 1mm dickes, Chromstahlblech super geeignet. Das Problem ist eher, welcher Stahlhandel sowas am Lager liegen hat und günstig zwei ca. DIN-A4 grosse Stücke abschneidet. Die müssen nämlich in die zu verwendenden Wannen passen. Hier kann man Fotoentwicklerwannen nehmen (die grünen), welche es zumindestens früher problemlos in allen möglichen Formaten gab (stirbt aus durch die Digi-Fotografie). Ansonsten hat der Chemie-Laborbedarf auch Wannen vorrätig. Zuerst Hände und Füsse nebeneinander auflegen und die rechteckige Umrandung ausmessen, dann gucken, welche Wannen gross genug sind. Bei Fotowannen werden praktischerweise die dazu passenden Papierformate angegeben. Die Kontaktierung der Elektrode kann man für Versuche per angeschraubtem Kabelschuh lösen, was ein galvanisches Element darstellt und für die Dauer ungeeignet ist. Besser: Hülse für Kabelstecker anschweissen. Man kann auch Alulochblech aus der Bastelecke im Baumarkt verwenden, muss aber daran denken, dass Alu oxidiert und diese Schichten zunehmend den Stromfluss behindern. In der Literatur allerdings wird Alu auch als Elektrodenmaterial empfohlen, was ich persönlich für falsch halte! Deshalb gilt auch: Die Elektroden ab und zu mit einem sandhaltigen Scheuermittel (z.B. ATA) abbürsten, damit sie wieder blank werden und besser leiten.

Bei Erfolg und häufigerem Gebrauch empfiehlt sich bald eine Schaltung mit Netzanschluss, damit das lästige Akkuladen entfallen kann. Damit steigen allerdings wiederum die Sicherheitsanforderungen an die Schaltung ...

Viel Spass beim Löten :D

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Selbstbau oder Kauf: Wer keine Wahl hat ...

Beitrag von Sweatnik » 26.Feb 2009, 15:36

Dies schrieb ein Markus B. an anderer Stelle:

"Zu den Selbstbauern: Ich würde keinem raten so ein Ding selber herzustellen, da haben sich sicher schon viele damit das Licht ausgeknipst, ganz zu Schweigen von dem üblen Weidezauneffekt, den diese Dinger haben. Meine Meinung."

Dies schreibe ich:

Hallo Markus Bindner von Iontophorese.de. Dass Du gegen die Selbstbauer bist, ist logisch, weil Du kommerzielle Interessen verfolgst. Deshalb kannst Du keine ehrlichen Ratschläge geben, und musst behaupten, dass Leute um's Leben kamen. Ziemlich frech. Ziemlich daneben. Der Weidezauneffekt kann bei Geräten auftreten, die über keine aufwendige Schaltungstechnik verfügen. Weniger aufwendig bedeutet auf jeden Fall weniger anfällig. Aber nicht unbedingt weniger sicher.

Wegen so Leuten wie Dir schlage ich mir irgendwann noch mal ein paar Nächte und 10€ pro Jahr um die Ohren und setze eine Website in's Netz mit einer detaillierten Nachbau-Anleitung für ein preislich und technisch anständiges Ionto-Gerät. Mein "Ding" tut's schon seit bald einem Jahr und hat mich noch nicht gegrillt 8).

Vielleicht werde ich aber auch so einer wie Du. Dann nämlich täte ich mich mit einem geeichten Elektroniker zusammen, der mir meine Schaltung überarbeitet und prüft. Ich lasse mal 100 Einheiten löten und biete die dann für 99€ an. Na, wie wär's??? Auf Aldi-Niveau für Leute mit wenig Geld, und für Krankenkassen, die eigentlich sparen sollten, anstatt diesem Monster, dass sich Gesundheitssystem nennt, überflüssiges Geld in den Rachen zu werfen. Und gegen Leute wie Dich, die 600€ haben wollen für Sachen, die man auch für 60€ anbieten könnte ... Mikroprozessoren, Punktmatrix-Display, Designer-Gehäuse und der ganze Mist sind überflüssig, denn sie können gerade dann kaputtgehen, wenn der arme Feuchtling sich unbedingt therapieren will und muss. Okay, okay, den zusätzlichen Placebo-Effekt über den hohen Preis als Argument lasse ich gelten. Und, jajaja, auch die Quasi-Dummen müssen per Display informiert werden, dass man die Pfötchen nun entnehmen darf oder das Gerät ausschalten soll. Schon recht. Das vollumfängliche Bevormunden des eh schon armen Therapielings ist zeigeistgemäss.

Aber dann bitte auch ein Luxus-Modell, das alle nötigen Anforderungen erfüllt! Die Bedienung der Kommerz-Geräte, wenn einem die Hände "gebunden" sind, finde ich nachwievor unbefriedigend bis lächerlich. Entweder braucht es einen Samariter, die eigene Nase (falls lang und griffig genug) oder wieder die ominöse Elektronik namens "Eintauchkontrolle", die hoffentlich immer schön tut und nie ein Eigenleben beginnt. Für dieses Geld liessen sich auch prima Unterwasser-Regler anbieten, die der Feuchtling selbständig bedienen kann. Ganz easy. Dann die Wannen. Entweder handelt es sich um hartkantige Standard-Langweiler aus dem Industriebedarf für Bohrmaschinen-Verpackungen etc. oder die allseits beliebten Laborschalen. Nix mit Wärmeisolation, anatomischer Passform, Füllstandsskala oder integrierten Elektroden. Ein Elend. Wirklich toll finde ich auch einen "Übertherapieschutz", der mich zu allem Überfluss auch noch erziehen will. Ganz im Sinne einer Elektro-Domina :lol:!!! Hier die detaillierte Gerätebeschreibung von Hönle: drhoenle.de/hoenle/auto_cms/original/prospektidromed5.pdf (gemäss technischer Daten sind die Geräte nur für 230V geeignet und somit für viele Länder nicht ohne weiteres brauchbar. Auuuuua. Jetzt hör' ich aber auf ...)

Vielleicht werde ich aber auch nicht so wie Du und gebe einem Geschäftspartner aus China diesen Produkte-Tip. Der sucht immer nach neuen Wegen. Dann gibt's die Sets vielleicht wirklich bald für 99 Eulos! :mrgreen:

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Re: Selbstbau oder Kauf: Wer keine Wahl hat ...

Beitrag von Simse » 26.Feb 2009, 16:35

Sweatnik hat geschrieben:Für dieses Geld liessen sich auch prima Unterwasser-Regler anbieten, die der Feuchtling selbständig bedienen kann. Ganz easy. Dann die Wannen. Entweder handelt es sich um hartkantige Standard-Langweiler aus dem Industriebedarf für Bohrmaschinen-Verpackungen etc. oder die allseits beliebten Laborschalen. Nix mit Wärmeisolation, anatomischer Passform, Füllstandsskala oder integrierten Elektroden. Ein Elend.
Ich finde tatsächlich du solltest kommerziell Ionto-Geräte vertreiben ;) Du weißt wenigstens ganz genau woran es an den auf den Markt befindlichen Geräten hapert.

Die unvorbildlichen OT-Beiträge sind jetzt hier
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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Markus B » 12.Apr 2009, 11:25

Lieber sweatnik,
Ja, ich habe ich ein kommerzielles Interesse, versuche aber objektiv zu bleiben.

Es geht hier nicht um ein Versuchsteil mit Batteriebetrieb! Ich denke mal es ist jedem klar das man sich mit einer 9 Volt Batterie das Licht nur schwer ausknipsen kann. Es sei denn man hat eine Schaltung die sich verselbständigt. Ich glaube Du gehörst auch zu den Leuten die schon mal was von Teasern gehört haben? Ungefährlich? Gibst Du irgendeine Garantie (mit Deinem Privatvermögen schon!!!) für Deinen Aufbau?

Batteriebetriebene Geräte gibt es (heutiger Stand) mit Zulassung!!! bei mir ab 309 EUR !!! Mit Batterien und Ladegerät

Bitte bitte setzt Dich eine Nacht hin und mach ne Homepage darüber! Ich würde mich freuen wenn Du dort einen Link auf mich legst, ich kann auch einen von mir auf Deine legen, das ist keine Konkurrenz für mich, diese gibt es schon lange.

Die Geräte von denen Du sprichst gibt es schon seit 20 Jahren, jawohl, da hast Du recht gehört. Aus Amiland nicht Chinaland! Und man kann alles in CHina billiger hersteller, gell lieber sweatnik , sag man was bist du denn von Beruf genau und wo arbeitest Du? Soll ich Deinem Chef mal erzählen was man so in China verdient in deinen Job? Machst Du den für das gleiche Geld auch noch? Da brauchts man keinen sweatnik und keine Chinesen.
Das klitzekleine Problem was Du da bekommst ist die Zulassung.

Niemand in Deutschland (MPG) wird Deinem Gerät eine Zulassung geben. Klar Du kannst Dich als Privatperson über alle Gesetze hochnäßig drüber wegsetzen.
Das mit den Wannen ist auch passe, die gibt es (fast) schon - bis auf Deine Thermoskannenfunktion - die zwar integriert ist durch die ergonomische Funktion, das ist aber etwas was man besser machen könnte.... aber zu welchem Preis.

Du bist doch hier mit den großen Sprüchen am Werk, jetzt mach ich mal einen großen Spruch:

Komm wir machen eine Wette, ich will mal Deine Ideen und Ernsthaftigkeit für jedermann auf den Prüfstand stellen, an Deiner formidablen Behandlungswannenidee :

Der Koffer (Werkzeugkiste) kostet bei mir mit Versand so um die 20 EUR, da ist DPD mit 5 EUR drin und Kosten für Die Verpackung 70 ct. Dieser Koffer ist über WAG zu beziehen (da hab ich den auch her), dann kannste mal gucken was der da kostet.

Du stellst mir nun ein paar Wannen (serie 200 STK im Jahr) her, die deine kriterien erfüllen. Ich stelle diese für dich in meinen Shop, ich will 1 EUR Gewinn pro Wanne! Du zahlst dann das Payment, machst den Versand und streichst auch einen Gewinn von 1 EUr pro wanne ein)
Und ich sag Dir heute: Dieses Wannenset ist nicht unter 39 EUR herzustellen und zu verkaufen, sonst geht die Rechnung in die Hosen.

Also Wette gilt hoffentlich, wollen doch mal sehen ob Du da drauf einsteigst!

Weil der Bindenr verdient sich eine goldene Nase, gell mein Herr? Ich kanns nicht mehr hören. Ich sag Dir mal was, ich habe in 2007 (letzte Zahlen also, und das Jahr davor leider auch!) so 2000 EUR nettopro Monat gehabt. Mit 4 Kindern und ohne seperate Altersvorsorge, ohen Urlaubs und Weihnachtsgeld!!! Als Ich würde mal sagen Marktführer bei Thema Iontophorese gegen übermäßiges Schwitzen (Link zu eigenem Shop wurde entfernt)- öffnet Dir vielleicht mal die Augen zu deiner angeblichen Bereicherung, meinen Tag willst Du dafür nicht haben! Ich habe mir auch schon überlegt hinzuschmeissen und wieder etwas anderes zu machen. Wenn Dus nicht glaubst, lasse ich Dir meinen EK-Steuerbescheid zukommen, dann will ich im Gegenzug Deinen sehen, auch gerne öffentlich im Internet. Und glaub nicht dass ich da irgendwie trickse, weil man in D bei der Steuer als Einzel(kämpfer)unternehmer nicht viel machen kann, außer 1x im Jahr mit Geschäftskollegen essen gehen davon man ich glaube dann nur 30% selber zahlen muss sofern man die anderen eingeladen hat (ich mach das aber nciht, weil ich dafür keine Kohle hab). Ich habe weder einen Firmenwagen noch Miete für ein LKadengeschäft zu zahlen. Das Lager kostet 50 EUR im Monat Strom Heizung etc. alles dabei! Der Rest sind Kosten wie Internet Versand, also keine fiktiven Tankergeschäfte oder was auch immer man den selbständigen vorwirft.

Also Thermoskanneprinzip damit das Wasser nicht ganz so schnell abkühlt, ergonomische Funktion keine "harten" Kanten. Am besten zuammenlegbar, so dass das Gerät beim Transport nicht hin und herkippt (ups, jetzt kommt der Vorteil von Koffer)
Füllstandsskala oder integrierten Elektroden
Füllstandsskala oder anzeige .. so ein schnack, den braucht aber auch wirklich niemand, wer es genau haben will: der messbecher ist schon erfunden..sowieso kommt es da immer auf das verwendete gitter tisue oder schwammaterial an das man benutzt. eine reine füllstandsanzeige im plastik eingearbeitet bringt nur was wenn man eine wasserwaage mit einbaut ansonsten hat man immer andere füllstände unter dem wasserhahn weil man die wannen schräghält (abgesehen ist das ziemlich unwichtig ob man 0,5 cm mehr oder weniger wasser drinhat)

integrierte elektroden gibt es auch schon (amiland)

Das ganze zu dem Preis der Wannen die Hidrex herstellt: 39 EUR
Ich habe die (noch nicht im Shop) weil es mir zu teuer vorkommt, aber ich denke mal jetzt setz ich Sie rein weil ja scheinbar ein MArkt dafür da ist

Ach ich geh nicht auf alles ein, aber gründlich recherchiert ist dein Artikel nicht
(gemäss technischer Daten sind die Geräte nur für 230V geeignet und somit für viele Länder nicht ohne weiteres brauchbar
schau mal in den englischen Shop ... auuuuaaaaa

Grüße
Markus B. von http://*** Bitte keine Werbung für den eigenen Shop!
Zuletzt geändert von Markus B am 15.Aug 2018, 10:05, insgesamt 5-mal geändert.

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Re: Selbstbau oder Kauf: Wer keine Wahl hat ...

Beitrag von Simse » 13.Apr 2009, 11:48

Sweatnik hat geschrieben:Dies schrieb ein Markus B. an anderer Stelle:

"Zu den Selbstbauern: Ich würde keinem raten so ein Ding selber herzustellen, da haben sich sicher schon viele damit das Licht ausgeknipst, ganz zu Schweigen von dem üblen Weidezauneffekt, den diese Dinger haben. Meine Meinung."
@ Markus, wenn du dieses Zitat meinst, das stammt aus diesemThread.
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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Markus B » 17.Apr 2009, 11:50

hi simse, hast recht (asche auf mein haupt) da hab ich wohl selbst den content von meinem board kopiert, ich leide auch schon an altersheimer ;-)

hoffe mal es kommt nicht von der iontophorese :oops:

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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 31.Dez 2010, 0:35

Hallo
wieder ein paar Jahre später - und mein Selbstbauteil ist immer noch erfolgreich in Betrieb. Hierzu die Fotos, um die fröhlichen Selbstlöter unter Euch zu ermutigen!

Hier das Funktionsmuster :lol:
(Wie Ihr seht, sind die Sicherungen am Eingang so angelegt, dass ein Funke überspringen kann. Dahinter steckt noch eine Schutzdiode! Na, dämmert's? Bei den Diskussionen an anderer Stelle musste ich feststellen, dass Ihr Euch da in ein bisschen waghalsige Sachen reinmanövrieren könntet. China-Plunder und Billig-Netzteile verfügen möglicherweise nämlich nicht über einen genügenden (sprich: lebensrettenden) Überspannungsschutz im Eingang. Vielleicht wird man sich nie baden, während in der Nähe der Blitz einschlägt, ich allerdings habe diese Gefährdung berücksichtigt.)
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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 31.Dez 2010, 0:49

Und hier das z.Zt. betriebene Teil
Ihr seht, das mir die Eingangssicherheit einigen Aufwand wert war. 1. die parallelen blanken Sicherungen, dazwischen die Erde, dann 2. wie gehabt die Schutzdiode, welche zusammen mit 3. den Luftspulen die schnellen Transienten ausbremsen soll und 4. die Gasableiter für einen Kurzschluss. Nochmals, ich bin kein Elektroniker, sondern habe mir das Wissen angelesen, z.B. durch eine Patentrecherche zum Thema Gasableiter. Anschliessend dann ein Sicherheitstrafo, der für medizinische Anwendungen zugelassen ist. Die Stromregelung ist auf 30mA begrenzt und wird durch eine Schmelzsicherung zusätzlich abgesichert. Abschliessend würde ich gerne noch eine Crowbar mit einem Thyristor implementieren, die eine zu hohen Strom kurzschliesst. Hierzu fehlt mir im Moment allerdings das Know-How. Wer hier weiterhelfen kann, ist herzlich willkommen! Den Schaltplan werde ich hier veröffentlichen, sobald ich die Schaltung durch einen El.Ing. in meiner Firma habe prüfen lassen. Dauert vielleicht noch ein bisschen ...
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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 31.Dez 2010, 0:56

Isses nich' hübsch? 8)
Ach, das schwarze Etwas unter dem roten Pluspol ist der Umschalter für den Polwechsel. Der ist sein Geld wert, weil ich so die Kabel stecken lassen kann und mir nix merken muss. Ausser vor der Sitzung umzuschalten. Das Anzeigeinstrument war zwar teuer, aber dafür habe ich eine präzise Anzeige. Schicker wäre sicherlich eine Balkenanzeige, LED-Kette oder sowas. Dann könnte man den Mist kompakter bauen. Falls wer Lust hat, einen PIC oder sowas zu programmieren ...
Achja, der Materialaufwand war so ca. 100 Eulen, die Hälfte fast nur für's Zeigerinstrument.
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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 15.Mai 2011, 23:13

Okay, ich lebe immer noch, deshalb nachfolgend detaillierte Angaben für Hobbylöter. Das mit dem Prüfen der Schaltung durch den El.Ing. hat noch nicht geklappt. Klar ist, dass die folgenden Darstellungen von einer Privatperson stammen und weder fehlerfrei sein, noch den aktuellen Stand von Technik und/oder Normen abbilden müssen. Was immer Ihr tut liegt in Eurer eigenen Verantwortung!

Schaltplan:
Wie oben bereits beschrieben. Zu Überprüfen ist mindestens die Dimensionierung von T2, welcher den max. Strom (von hier ca. 30mA durch den Spannungsteiler eingestellt) durch T2 begrenzt. Möglicherweise ist T2 falsch dimensioniert und bietet bei Ausfall von T2 keinen Schutz gegen einen Stromanstieg. Die Crowbar mit dem Thyristor (Teile Thy1, R2, C7) habe ich in meinem aktuell betriebenen Gerät noch nicht implementiert. Wer mir hierzu weiterhelfen kann ist willkommen! (Der Thyristor würde bei einem schnellen Stromanstieg "zünden", dadurch einen Kurzschluss erzeugen und den Verbraucher vor gefährlich hohen Strömen schützen. So die Theorie. Die Schmelzsicherung F3 würde dabei durchbrennen und müsste anschliessend ersetzt werden). Das Poti11 mit dem Umschalter SW2 ist als extern bezeichnet, weil es eigentlich in der Wanne unter Wasser betrieben sein sollte. Das wäre dann die Luxusvariante, die ich aber auch noch nicht bei mir in Betrieb habe (ein abgedichtet unter Wasser zu betreibendes Poti in der Wanne wäre eigentlich nicht so eine grosse Sache zu konstruieren). Ich hab's bis jetzt weggelassen, weil ich immer eine Hand freihabe. Der Umschalter SW3 erspart lästiges Umstecken der Kabel, wenn man die Polarität wechseln will. Als Trafo Tr1 sollte man sich etwas Gutes gönnen, sprich einen Trafo mit Zulassung für medizinische Zwecke.
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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 15.Mai 2011, 23:32

Zur Stückliste:
Die Bauteile stammen aus dem Elektronikeinzelhandel und sind dementsprechend teuer. In D kann man die Teile bequem über Conrad u.ä. bestellen. Dort sollte man auch günstige Zeigerinstrumente in der Grössenordnung von 10€ finden. Ich habe mir ein teures Teil geleistet, was aber nicht unbedingt notwendig ist. Wer ein bisschen fleissig rumschaut, sollte den ganzen Mist für um die 50€ organisieren können. Sowas industriell in Fernost komplett produziert mit Gehäuse und verpackt dürfte dann wohl um die 20€ zu liegen kommen. Das liesse sich prima als Netzgerät deklariert verticken und müsste dann nicht diese ganzen beelenden Medizingeräte-Anforderungen durchlaufen, welche die Monopole nur fetter machen und die allgemeinen Kosten hochtreiben :roll: ... Schöne Neue Welt, und:

Viel Spass beim Löten! Es lebe das Internet! :mrgreen:
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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 15.Mai 2011, 23:50

Nochwas: Es würde mich freuen, wenn die Leute, die meine Tips hier in irgendeiner nützlichen Form weiterverfolgen, ein Feedback hinterlassen würden. Oder Verbesserungsvorschläge, Hinweise, Kritiken, Berichte und Fotos von Selbstbauprojekten etc.

:hello:

P.S. Übrigens: Auf dem Foto unten ist mein neuestes "Projekt" abgebildet; dafür brauch' ich wohl auch bald 'ne Strombegrenzung!!! :D
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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Dedee » 16.Mai 2011, 19:39

Sweatnik hat geschrieben: P.S. Übrigens: Auf dem Foto unten ist mein neuestes "Projekt" abgebildet; dafür brauch' ich wohl auch bald 'ne Strombegrenzung!!! :D
O wie süß! :heard:
Herzlichen Glückwunsch! :D
Liebe Grüße
Dedee

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Bitte haltet euch an die Forenregeln und nutzt die Suchfunktion.
Kommerzielle Links haben (außer im kommerziellen Bereich) übrigens keine Chance und werden gelöscht! :thumb:

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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 16.Mai 2011, 22:41

Ja Danke :D ! Das Foto ist eigentlich als Test gedacht, ob dieser Thread hier nicht nur von Technokraten gelesen wird, sondern auch von Leuten mit Herz ;) ...

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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von 23fly » 09.Dez 2012, 16:25

Hi Sweatnik,
deine Firma distrelec gibt es auch in D, aber ich finde nicht alle Artikel. würde es Dir viel ausmachen nochmal die genauen Bestellnummern zu posten, ich bin nicht so firm in den Bezeichnungen.

Danke vorab!
Michael Ammann :sorry:

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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 13.Dez 2012, 3:19

Hallo Feuchtlinge,

und wieder ist über ein Jahr vergangen und mein Iontogerät grillt mich immernoch schön gemütlich auf kleiner, regelbarer Flamme :mrgreen: ...
Ernsthaft: Da hin und wieder per PN Dies und Das gefragt wird, gebe ich nun an dieser Stelle ein paar Erklärungen ab. Es wäre mir zudem lieber, wenn Ihr Eure Fragen zukünftig nur hier im Thread stellt, damit alle was davon haben!
Also: Ich werde als Erstes mal ganz GENERELL davon ABRATEN, DIESES GERÄT gemäss obiger Schaltung NACHZUBAUEN! Das hat damit zu tun, dass ich am Arbeitsplatz immer wieder mitkriege, wie die Elektroniker wegen der kleinsten Sächelchen ziemlich heikel sind, und das ist eigentlich ganz gut so. Weiters muss ich feststellen, dass eine Bauanleitung, die Netzspannung in ein Gerät hineinführt, systembedingt lebensgefährlich ist. Das Gefahrenpotential bei meiner Ausführung ist nicht Null und deshalb ist dieses Design prinzipiell abzulehnen. Wenn man sorgfältig arbeitet und genaustens weiss, was man tut, dann ist das Restrisiko nur noch klein. Und doch vorhanden. Und in Normen genau beschrieben.

Deshalb werde ich zu der obigen Ausführung keinerlei Fragen mehr beantworten und davon abraten.

Die Bauanleitung zu löschen finde ich allerdings auch nicht passend. Allerdings habe ich mir vorgenommen, die Überarbeitung des Projektes nach Weihnachten folgendermassen anzugehen und ein, meiner Meinung nach, verbessertes Design vorzustellen:
Die Netzspannungstransformation wird in ein externes Steckernetzteil verbannt, welches 12V liefert. Man kauft die heikle Technik ein, und wenn man ein bisschen mehr ausgibt, kriegt man für die Medizinaltechnik geprüfte Typen, denen man sicherlich sehr viel Vertrauen schenken kann. 12V sind universell und überall erhältlich, falls das Netzteil mal kaputt geht oder vergessen wird. Dann könnte man in der Not auch eine Autobatterie anschliessen. Die Spannungserhöhung würde im folgenden ein elektronischer Baustein übernehmen, z.B. ein Step-up-Converter, welcher bauartbedingt auch noch als eine Sicherung gegen gefährliche Transienten dienen würde. Als Anzeige schwebt mir ein zweistelliges LED-Display vor, welches man direkt durch ein transparentes Gehäuseteil ablesen könnte. Zukünftige Grösse: Doppeltes Zigarettenschachtel-Volumen und damit ein Drittel von meinem jetzigen Teil.

Wenn jemand dennoch mit dem obigen Prinzip herumprobiert, dann muss UNBEDINGT darauf geachtet werden, dass die netzspannungsführenden Teile perfekt mit Schrumpfschlauch isoliert sind und im Fehlerfall (z.B. wenn die Lötstelle versagt und das Kabel herunterfällt) niemals die niederspannungsführende Seite, sprich: Euch!, berühren können. Wer dies nicht versteht, der muss im wahrsten Sinne des Wortes die Finger von so einem Bauprojekt lassen. Punkt.
:sorry:

Ich meld' mich wieder! Bis dahin wünsche ich

Feuchtfröhliche Weihnachten :hello:

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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 19.Mai 2015, 0:06

Hallo Leute,
... und wieder sind ein paar Jahre in's Land gegangen und der Selbstbau funktioniert immer noch, sprich: die Flossen werden/bleiben trocken (und ich habe die Überarbeitung, öhm, immer noch nicht hingekriegt). Naja, bei meinem momentanen Tempo kann es sich nur noch um weitere Jahre handeln :lol:

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern hier,

einen feuchtfröhlichen Sommer!

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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 19.Mai 2015, 0:16

ababc.jpg
Hier sind übrigens noch meine zwei erfolgreichsten Selbstbau-Projekte zu sehen, ganz ohne Macken, versteht sich ;) ...

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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Sweatnik » 14.Sep 2016, 10:58

rotho_linus_a4.jpg
Diese Plastikschalen habe ich mittlerweile im Einsatz, Format A4, prima Grösse wie ich meine:
Hersteller: Rotho, Typ: Linus A4
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Chrissi80
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Re: Iontophorese im Selbstbau

Beitrag von Chrissi80 » 20.Feb 2017, 23:14

Hi,
ich habe mir die Wannen mal bestellt, mal schauen, ob ich meine Quadratlatschen darin unterbringe :thumb:

Gruß und Danke

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