Schweißdrüsen Saugkürettage -.-

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yci
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Schweißdrüsen Saugkürettage -.-

Beitragvon yci » 22.Apr 2013, 23:00

So,
hab es jetzt auch hinter mir.
Operation stationär vor 5 Tagen gehabt.

Bei mir hat die Kosten die Krankenkasse (AOK) übernommen. Habe entsprechend zuvor AlCl-Deos ausprobiert (auch hohe Konzentrationen) sowie Vagantin zur Einnahme. Entsprechend dokumentiert, mit Fotos, dass die Wirkung nicht ausreichend ist, 3 Seiten Brief aufgesetzt der die Situation beschreibt (was stört mich daran, wann, seit wann, berufliche Einschränkungen, etc.). Zusätzlich ersten Kostenvoranschlag eines Arztes zur OP beigelegt.

Krankenkasse hat dann auch recht unkompliziert die Kostenübernahme zugesichert, allerdings nur bei einer stationären Behandlung. Nun wird die Schweißdrüsen Saugkürretage ja meist ambulant durchgeführt...
War zum Glück schon zufällig parallel bei der Dermatologie des Klinikum München (Thalkirchener-Straße: http://www.klinikum-muenchen.de/klinike ... matologie/). Dort Ambulant an den richtigen Arzt zu geraten ist zwar etwas tricky (und man wartet gerne mal 6 Stunden ohne Termin), aber beim 3. Mal hat es dann doch geklappt. Termin für Vorstellung und OP vereinbart.

Letzte Woche Dienstag war es dann soweit.. Vorstellung und Gespräch mit einer Stationsärztin gehabt. Daraufhin Gespräch mit dem Narkose-Arzt. Zwar wurde nur eine lokale Betäubung mit Tumeszenz Lokalanästhesie (2L mit Flüssigkeit verdünntes Betäubungsmittel, dass sich gleichmäßig verteilt und wohl auch die Haut anhebt..?) gemacht, allerdings sollte zur Sicherheit auch ein IV-Zugang gelegt werden, falls doch eine stärkere Narkose während der OP nötig sein sollte...
Da stationäre Einweisung nötig war, wollten die mich gleich da behalten , bin dann noch mal heim, allerdings Übernachten sollte ich lieber in der Klinik.

Die OP durchgeführt haben Hauptsächlich Frau Dr. Sattler sowie Frau Dr. Ischebeck. Man muss vlt. dazu sagen, dass der Spezialist für diese OP im Münchner Klinikum (meines Wissens nach) vor einigen Monaten das Krankenhaus gewechselt hat. Wie viel Erfahrung die Ärztinnen also mit der OP hatten, weiß ich nicht.

Morgens halb 8 ging es dann los. Flügelhemd an und mit dem Bett zum OP gefahren worden. Hier wurde jetzt noch mal diskutiert, ob die OP nicht doch unter Vollnarkose gemacht werden sollte (stand wohl so im anderen OP-Plan). Wurde dann aber natürlich wie besprochen unter lokaler Betäubung gemacht. Vollnarkose hätte ich auch nicht machen lassen - wenn es andere Ambulant machen, sogar ohne Stationäre Aufnahme.. warum dann hier Vollnarkose..

Die Tumeszenz Lokalanästhesie lief dann über 5 Nadeln (leichtes Pieksen) in etwa 20 Minuten in beide Achseln. Nach weiteren 10-15 Minuten Einwirkzeit gings weiter in den OP.
Dort mit Skalpell aufgeschnitten und dann mit Saugkürretage (und einem weiteren Schab-Löffel oder so?, konnte es nicht genau sehen, da keine Brille) losgelegt. Keine Schmerzen oder überhaupt etwas spürbar. Lediglich Geräusch etwas seltsam..
Nach etwa 30 Minuten alles vorbei. Dick Kompressen und Verband ran und soweit fertig im OP. Verbandswechsel für nächsten oder übernächsten Tag geplant. Wurde dann wieder zurück ins Zimmer gefahren und hab dort direkt mal weiter gepennt (6 Uhr ist sonst nicht meine Aufwach-Zeit ). Sonst nicht viel passiert an dem Tag, war etwas schlapp, und so richtig viel kann man in nem Krankenhaus ja auch nicht machen.

Nächsten Tag dann Verbandkontrolle - und siehe da - leider alles extrem gerötet bzw. Haut abgelöst an den Rändern. Sah etwa so aus wie Brandblasen, mit Flüssigkeit gefüllt. Es wurde zunächst eine Allergie auf das Pflaster (OMG, das wäre ja dann flächendeckend überall) vermutet, war dann aber doch "nur" der viel zu straffe Zug mit dem alles Eingebunden war. Dank diesem Problem durfte ich dann viele weitere Tage bleiben . Am 3. Tag wurden von einer Ärztin auch noch Anti-Thrombose Spritzen verordnet, damit an den Armen (die man ja nicht groß bewegen soll/kann) nichts passiert.
Nunja Arme soweit möglich ruhig gehalten, täglicher Verbandswechsel, Dermatop (mit Cortison) auf die offnen Stellen, Kompressen unter die Arme.
Heute am 7. Stations-Tag (5. Tag nach der OP) entlassen worden. Morgen Verbandswechsel beim Hausarzt nötig.

Bewegung der Arme relativ gut möglich. Über Ergebnis noch unsicher, da ja erstens noch Kompresse drauf und 2. ja erst nach einigen Monaten klar ist, wie viel man wirklich dauerhaft weniger schwitzt.

FAZIT: Steht größtenteils noch aus anhand davon wie gut alles verheilt und wie das Endergebnis dann ist.
Allerdings habe ich mir jetzt schon ein paar Mal gedacht, dass vielleicht ein Besuch einer Klinik in der man sich auf diese OP spezialisiert hat (und sie evtl. sogar ambulant durchführt) evtl. besser gewesen wäre. Vermutlich wäre der Krankenkasse das auch insgesamt billiger gekommen - naja.. :dry:

Anbei noch mal ein paar Bilder welche die Wunden durch zu straffe Pflaster zeigen, 4 Tage nach der OP, also eigentlich schon etwas verheilt, war zwischendurch auch mal noch schlimmer..
Tipp: Wenn es bei euch noch bevorsteht, Verband regelmäßig kontrollieren (lassen), gerade an den Rändern vorne und hinten schauen ob Haut okay ist^^
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