Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

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diamantmehl
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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon diamantmehl » 01.Jul 2012, 22:17

Hallo Martha,

google mal "Die heilende Kraft von Henna", die Beduinen verwenden es im Sommer an Händen und Füßen, es soll antiseptisch wirken und einen kühlenden Effekt auf die Haut haben. Hierzulande kann man das Henna wohl schlecht an den Händen verwenden, aber an den Füßen wäre es ja nicht schlimm. Falls Du das ausprobieren solltest, musst Du auf eine gute Qualität, Naturprodukt achten. Ich würde in der Apotheke oder im Bioladen danach suchen.

Vielleicht wartest Du aber erst Deinen Hautarzttermin ab, sonst ist der Arzt ganz perplex ob der roten Füße :lol:

LG, diamantmehl

PhillH
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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon PhillH » 02.Jul 2012, 15:00

Hallo Martha,

darf ich dir einen Vorschlag unterbreiten, der sich ein wenig drastischer anhört als ich es meine? Nach dem was du hier schilderst und schreibst, wäre es evtl. hilfreich, wenn du dir Hilfe suchst.
Ich meine nicht, dass du verrückt bist oder dir das einbildest oder so, abe du scheinst sehr enorm von einem Problem belastet zu sein, und dein Leben scheint davon in, für mich als Auenstehenden, weit überproportionaler Weise beeinflußt zu sein. Du sagst, du stinkst, weil du das aus den Reaktionen deiner Kollegen schlußfolgerst, riechst dich aber wedr selbst, noch riecht dein Arzt etwas, noch hat dir jemals jemand bestätigt, dass du Stinkefüße hast.
ICh sage nicht, dass du keine hast. Wie gesagt, der Geruchssinn ist in enormem Maße von der PSyche beeinflußt und es gibt Fälle in denen Leuten nach einem traumatischen Erlebnis ihren Geruchssinn total oder partiell über Jahre hinweg verloren haben.
Ich weiß aber auch, dass Fußgeruch, gerade so unangenemer wie du ihn dir vorstellst, nicht einfach ein und ausgeschaltet wrden kann wie eine Tachenlampe, da würe immer etwas nachhängen, das zumindest dein Arzt wahrnehmen kann.

IRGENDETWAS läuft in deinem Umfeld schief, ob der Geruch nun der Auslöser oder das Ergbenis ist, ist dabei egal. Ich erinnere mich an Fälle von "Mobbing" in der Schule, in der Schüler andere geärgert haben, indem sie so getan haben, als würden sie stinekn. DAs hat die Betroffenen sehr effektiv in den Wahnsinn getrieben. Wäre es möglich, dass deine Kollegen übertreiben / schauspielern? Aus welchen Gründen auch immer?
Vielleicht ist auch deine Warhnehmung überreizt, d.H. du bist inzwischen so empfindlich bei dem Thema, und es beherrscht dein Denken so sehr, dass du alles und jeden als Hinweis darauf siehst, dass du stinkst?!?
Ich denke mir das nicht aus, ich weis, dass es solche Verhaltens- und Dnekmuster gibt und habe sie selbstr durchlebt.
ICh weiß ja auch nicht WAS das problem bei dir ist, halte es aber für deutlich, dass deine PSyche betrofffen ist und du sagst ja auch selbst, dass du leidest und völlig verzweifelt bist. Solche Dinge bedingen sich immer gegenseitig, darum rate ich dir an: Versuche nicht nur, deinen Füßen zu helfen, sondern auch deinen gefühlen! Das mit der Selbsthilfegruppe halte ich für eine gute Idee und möchte dich ermuntern, den psychischen Aspekt mit einzubeziehen. Deine PSyche muss ja nicht der Auslöser sein, das sage ich nicht, abe sie ist auf jeden Fall Leidtragende. Vergiss sie also bitte nicht! :)

bromi
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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon bromi » 02.Jul 2012, 15:46

halte es aber für deutlich, dass deine PSyche betrofffen ist

boah eh, das hört sich immer so an als wäre jemand blem-blem. natürlich fühlt man sich nicht so gut wenn andere einen meiden als hätte man Pestbeulen am A**sch und über einen ablästern. Aber deswegen ist man doch nicht psychisch krank.
meine Erfahrung: Die Leute verhalten sich immer so, wie sich andere Ihnen gegenüber verhalten. Bist du unfreundlich zu Ihnen, werden sie auch unfreundlich zu dir sein. Versuchst du sie hinterhältig auszutricksen und zu schaden, wird das einen Vergeltungsschlag von ihrer Seite aus geben. Meidest du sie und willst keinen Kontakt zu ihnen, werden sie dich auch links liegen lassen. usw. Bist du dagegen offen und freundlich und hilfsbereit, wirst du dasselbe von Ihnen erfahren. Du bestimmst, was du anderen Leuten gibst und geben willst und was du dann auch zurück bekommst.
Das hört sich sehr philosophisch an, ich weiß... :roll:
"Wenn das Leben dir Zitronen gibt mach Limonade draus."

Martha
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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon Martha » 02.Jul 2012, 19:45

Hallo diamantmehl,

zu Deiner Nachricht :)


diamantmehl hat geschrieben:ich nehme an, es war eine Art Selbstschutz, dass Du Dich bisher noch nicht so wahrgenommen hast, wie andere. Vielleicht hast Du eben auch aus Selbstschutz die Reaktionen Deiner Umwelt früher anders gedeutet. Heute konfrontierst Du Dich damit, und das ist bestimmt schmerzhaft. Aber vielleicht geht es Dir dann bald wieder besser. Im Grunde geht es für Deine Zukunft darum, Deine Krankheit, und nichts anderes ist Hyperhidrose und Bromhidrose, zu managen.


°°° Ich gebe Dir uneingeschränkt Recht.
Es gab und gibt Menschen, die mich schätzen. Und diese Menschen wissen sicher schon die ganze Zeit, wie ich rieche... Es gibt scheinbar Menschen, die mich trotz des Geruchs schätzen... Aber ich habe es offenbar noch nicht akzeptiert. Dass ich jahrelang rieche und es nicht bemerke... Wenn ich nun diese Reaktionen wahrnehme, erscheint es mir nahezu unmöglich, mich selbst nicht riechen zu können.

Ich muss zu allererst mich akzeptieren... Das fällt mir noch sehr schwer... Aber das wird schon noch :)




diamantmehl hat geschrieben:Ich finde es schon mal gut, dass Du in einer Selbsthilfegruppe bist und Dir Dein tägliches Leiden mit den Schwitzproblemen von der Seele reden kannst.


°°° Ja... oder überhaupt einmal offen sagen zu dürfen "Es geht mir nicht gut". Im Alltag sagt man das ja eigentlich nicht. Es soll den Menschen ja immer gut gehen...


diamantmehl hat geschrieben:Die Schuhe von Lands End gibt es glaube ich nur über Katalog oder Internet zu bestellen. Also ich bekomme regelmäßig Kataloge von Lands End nach Hause


°°° Danke für den Tipp!


diamantmehl hat geschrieben:Das mit dem Gefrierschrank habe ich bisher noch nicht gehört, aber an dem Argument, dass die Geruchsbakterien dann absterben, ist was dran. Würde ich unbedingt ausprobieren.


°°° Das mache ich bereits regelmäßig. Schaden kann es nicht, selbst wenn es nur kurze Zeit vorhält. :)


diamantmehl hat geschrieben:Die Socken, die Du tagsüber nach dem Waschen der Füße auf der Arbeit wechselst, würde ich in einen Gefrierbeutel stecken und mit Clip verschließen, so kann gar kein Geruch nach außen dringen.


°°° Habe ich heute morgen sofort gekauft ;)


Das Wichtigste wird nun sein, die kommenden Wochen bis zum Hautklinik-Termin zu überstehen. Ich sage mir immer wieder, dass ich im Moment nicht mehr tun kann, als ich bereits tue.
Ich kann zur Zeit leider nicht mehr tun.

Wie würdest Du/würdet ihr damit umgehen, wenn Kommentare über Fußpilz und Schweißfüße in den Raum geworfen werden? Ich bin mittlerweile so verunsichert, dass ich einfach still bin und anschließend auf die Toilette gehe, um mich ein weiteres Mal frisch zu machen.
Anfangs habe ich darüber nachgedacht, direkt nachzufragen, ob ich es sei, die riecht... Andererseits... ich denke, so weit wie es bisher fortgeschritten ist, fühle ich mich dazu nicht mehr in der Lage... Wahrscheinlich werde ich es aussitzen.

Dazu muss ich sagen, dass mein direkter Vorgesetzter von meiner HH weiß, und wie oben geschrieben, habe ich es auch einigen Kollegen erzählt...

Viele Grüße
Martha

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diamantmehl
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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon diamantmehl » 02.Jul 2012, 20:23

Hallo Martha,

ich finde es ganz normal, dass Du Deinen Geruch selbst nicht riechen kannst. Beispiel: Wenn Du Parfum aufträgst, kannst Du es nach kurzer Zeit schon nicht mehr riechen, da sich die Nase daran gewöhnt hat. Übrigens kann ich persönlich unglaublich schlecht riechen, weil ich Nasenpolypen habe, die die Geruchsnerven überdecken. Wenn ich Deine Kollegin wäre, würde ich meine Nase nicht rümpfen, da ich es nicht riechen würde :lol:

Ich denke, Du gehst ganz gut mit der Situation um. Einigen Kollegen hast Du es vertraulich erzählt, und allen Kollegen musst Du es nicht erzählen, sonst kannst Du ja gleich mit einem Schild um den Hals laufen: Ich habe HH bzw. BH. :lol:

Was mir noch eingefallen ist, man könnte versuchen, Füßlinge unter den Socken zu tragen, vielleicht dringt dann noch weniger nach außen. Und Schuhe vielleicht imprägnieren, da legt sich dann auch noch mal ein Schutzfilm auf das Leder oder den Stoff, vielleicht bringt es zumindest etwas. Und wenn Du Sportschuhe wäschst, solltest Du diese in einem Spezialschuhnetz waschen, das ist für die Schuhe und andere Sachen in der Waschmaschine schonender.

Ich glaube auch, dass Dich ganz viele Menschen schätzen, weil Du eben eine sehr nette Persönlichkeit bist. Also weiterhin Kopf hoch! Vielleicht wird es mit der Zeit, wenn man älter wird besser? Könnte ja sein, ist mit vielen Erkrankungen so, beispielsweise bei Neurodermitis, das wächst sich "mit dem Älterwerden" raus.

LG, diamantmehl

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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon Martha » 03.Jul 2012, 15:33

Hallo Phill,


vielen Dank für Deine Nachricht :)



PhillH hat geschrieben:darf ich dir einen Vorschlag unterbreiten, der sich ein wenig drastischer anhört als ich es meine? Nach dem was du hier schilderst und schreibst, wäre es evtl. hilfreich, wenn du dir Hilfe suchst.
Ich meine nicht, dass du verrückt bist oder dir das einbildest oder so, abe du scheinst sehr enorm von einem Problem belastet zu sein, und dein Leben scheint davon in, für mich als Auenstehenden, weit überproportionaler Weise beeinflußt zu sein. Du sagst, du stinkst, weil du das aus den Reaktionen deiner Kollegen schlußfolgerst, riechst dich aber wedr selbst, noch riecht dein Arzt etwas, noch hat dir jemals jemand bestätigt, dass du Stinkefüße hast.
ICh sage nicht, dass du keine hast. Wie gesagt, der Geruchssinn ist in enormem Maße von der PSyche beeinflußt und es gibt Fälle in denen Leuten nach einem traumatischen Erlebnis ihren Geruchssinn total oder partiell über Jahre hinweg verloren haben.


°°° Da bin ich absolut bei Dir. Meine Welt dreht sich im Moment nur noch um meine Füße. Jedenfalls wenn ein Arbeitstag ansteht.

Wenn ich arbeite, kann ich zwar gut einschlafen, wache aber bereits mit Unwohlsein und Gedanken an meine Füße auf :(

Dass meine Ärzte bisher nichts gerochen haben, führe ich darauf zurück, dass ich immer direkt von zuhause zum Arzt ging (kurzer Fußweg), und demnach nicht länger als eine Stunde in den Schuhen steckte.

Dass meine Kollegen sich nicht konkret äussern, führe ich darauf zurück, dass man mich evtl nicht darauf ansprechen möchte. Einen (Entschuldigung!) dummen Spruch kann jeder in den Raum werfen. Aber jemanden um ein 4-Augen-Gespräch zu bitten, oder auch nur an Jemandes Tisch zu treten, und offen zu sagen: "Entschuldige bitte, ich weiß es ist unangenehm, aber hier ist eine schlechte Luft. Ich glaube es sind Deine Füße."

Dieser Schritt wäre respektvoll, würde aber bedingen, dass die Gegenseite den Mut dazu aufbringen kann, bzw. sich die Mühe machen möchte.

Ich kann nur spekulieren.

Andererseits habe ich mich in der Vergangenheit sehr empfindlich gezeigt, was dieses Thema betrifft, sodass ich im Moment (gefühlsmäßig) auch zu nicht mehr in der Lage bin, als es auszusitzen.

Mir fehlt leider eine richtige Rückmeldung. Nicht, dass mein Arzt keine wäre. Aber vielleicht eine Person, bei der ich mich (abends) rückversichern kann, wenn es an einem Tag wieder besonders schlimm war.

Als besonders schlimm empfinde ich, dass ich mich in diesem Fall nicht (mehr) auf mich und meine Sinne verlassen kann.

Ich vermute, dass ist leicht nachvollziehbar :)



PhillH hat geschrieben:Ich weiß aber auch, dass Fußgeruch, gerade so unangenemer wie du ihn dir vorstellst, nicht einfach ein und ausgeschaltet wrden kann wie eine Tachenlampe, da würe immer etwas nachhängen, das zumindest dein Arzt wahrnehmen kann.


°°° Ich verstehe es auch nicht. Gestern war ich beim Arzt: kein Geruch. Eine weitere Stunde später befinde ich mich im Bus. 2 Jugendliche machen sich über den Gestank von Schweißfüßen lustig.

Ich verstehe es wirklich auch nicht? Aber um es als Zufall auszumachen, passiert es einfach zu häufig.



PhillH hat geschrieben:IRGENDETWAS läuft in deinem Umfeld schief, ob der Geruch nun der Auslöser oder das Ergbenis ist, ist dabei egal. Ich erinnere mich an Fälle von "Mobbing" in der Schule, in der Schüler andere geärgert haben, indem sie so getan haben, als würden sie stinekn. DAs hat die Betroffenen sehr effektiv in den Wahnsinn getrieben. Wäre es möglich, dass deine Kollegen übertreiben / schauspielern? Aus welchen Gründen auch immer?


°°° Den Gedanken hatte ich auch bereits. Aber wie geschrieben, passiert es unabhängig von einander zu häufig, als dass es keinen realen Hintergrund haben kann.

Ich habe keinen Zweifel mehr, dass ich, wenn ich mich eine gewisse Zeit in einem Raum aufhalte, anfange, unangenehme Gerüche zu verbreiten.

Ob es jedoch jedes Mal nötig ist, dies offen (im Büro) auszusprechen, sei jedoch dahin gestellt.

Wie würdest Du reagieren, wenn wieder eine Äusserung in den Raum geworfen wird?
Manchmal höre ich auch nur, wie sie es leise untereinander sagen. Es ist also nicht immer gewollt, dass ich es unbedingt höre... :(



PhillH hat geschrieben:Vielleicht ist auch deine Warhnehmung überreizt, d.H. du bist inzwischen so empfindlich bei dem Thema, und es beherrscht dein Denken so sehr, dass du alles und jeden als Hinweis darauf siehst, dass du stinkst?!?


°°° Selbstverständlich reagiere ich weitaus empfindlicher auf mögliche Reaktionen oder Aussagen meiner Umwelt.
Es gibt auch sicher einiges, dass ich fehlinterpretiere. Jedoch sind einige Kommentare (siehe die Kids aus dem Bus) auch kaum falsch zu verstehen.



PhillH hat geschrieben:Ich denke mir das nicht aus, ich weis, dass es solche Verhaltens- und Dnekmuster gibt und habe sie selbstr durchlebt.
ICh weiß ja auch nicht WAS das problem bei dir ist, halte es aber für deutlich, dass deine PSyche betrofffen ist und du sagst ja auch selbst, dass du leidest und völlig verzweifelt bist. Solche Dinge bedingen sich immer gegenseitig, darum rate ich dir an: Versuche nicht nur, deinen Füßen zu helfen, sondern auch deinen gefühlen! Das mit der Selbsthilfegruppe halte ich für eine gute Idee und möchte dich ermuntern, den psychischen Aspekt mit einzubeziehen. Deine PSyche muss ja nicht der Auslöser sein, das sage ich nicht, abe sie ist auf jeden Fall Leidtragende. Vergiss sie also bitte nicht! :)


°°° Da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht. Die Situation bestimmt im Moment mein Leben, und das ist nicht gesund.

Ich danke Dir für Deine Nachricht.

Viele Grüße
Martha


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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon Martha » 03.Jul 2012, 16:10

Hallo bromi :)


bromi hat geschrieben:meine Erfahrung: Die Leute verhalten sich immer so, wie sich andere Ihnen gegenüber verhalten. Bist du unfreundlich zu Ihnen, werden sie auch unfreundlich zu dir sein. Versuchst du sie hinterhältig auszutricksen und zu schaden, wird das einen Vergeltungsschlag von ihrer Seite aus geben. Meidest du sie und willst keinen Kontakt zu ihnen, werden sie dich auch links liegen lassen. usw. Bist du dagegen offen und freundlich und hilfsbereit, wirst du dasselbe von Ihnen erfahren. Du bestimmst, was du anderen Leuten gibst und geben willst und was du dann auch zurück bekommst.


°°° Genau so ist es! Das ist auch meine Erfahrung.

Der Kernpunkt ist wahrscheinlich, dass ich mich jetzt erst in der Form wahrnehme, in der Andere mich längst kennen. Verstehst Du was ich meine?

Ich wusste nie, dass ich rieche. Wenn es diesbezügliche Reaktionen in der Öffentlichkeit oder auch im Büro gab, habe ich sie nie, nie, niemals auf mich bezogen. Das hatte nichts mit mir zu tun, in "meiner Wirklichkeit". Demnach haben mich Reaktionen oder Andeutungen, die in diese Richtung zielten, nie erreicht.

Jetzt, plötzlich habe ich es erkannt. Und damit versuche ich jetzt klar zu kommen.

Sicher gibt es auch Menschen, die mich schätzen, die mich in den letzten Jahren schätzten... Jedoch scheine ich dieses Gestinke an mir noch nicht akzeptiert zu haben.

Die wortlosen Reaktionen von Menschen die mich nicht verletzen wollen, tun manchmal mehr weh... Und ich finde so schlimm und auch peinlich, dass mir das alles nie, nie aufgefallen ist. Jeder wusste es, nur ich nicht :(

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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon piepa » 07.Mai 2014, 12:05

Viele wissen gar nicht, das es diese Krankheit gibt. Meiner Erfahrung nach, wird man schnell als unhygienisch hingestellt.

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Geruch in den Schuhen

Beitragvon Joxxe » 21.Jul 2014, 13:29

Hallo Martha,

ich finde es toll, wie Du in die Öffentlichkeit gehst. Die medizinische Sache hast Du bestimmt auch schon mit Deinem Hautartzt abgeklärt. Zum Geruch in Schuhen kann ich Dir nur sagen wie ich diese Problematik in den Griff bekommnen habe. Mir wurde desiderm Schuhdesinfektion empfohlen, bestimmt gibt es noch Andere. Ich bin seither mit dieser Art der Desinfektion gut gefahren. Probiers aus,vielleicht kann Dir noch jemand Erfahrungsberichte dazu mitteilen.
Viel Erfolg.

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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon piepa » 22.Jul 2014, 0:10

Da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht. Die Situation bestimmt im Moment mein Leben, und das ist nicht gesund.


Nein,gesund ist es ganz und gar nicht.habe auch sehr psychisch drunter gelitten.egal,wohin man geht,was man macht und mit wem.immer is der gedanke dabei,was zieh ich an und hoffentlich merkt es keiner.
das is sehr sehr belastend.und ich bin mittlerweile sehr froh,das ich grösten teils los bin.hab wieder ein normales leben.

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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon Sanatra » 02.Feb 2015, 11:18

Ich finde es auch schrecklich das sich so wenig mit dem Thema auseinander Gesetzt wird und man Grundlos dafür aufgezogen wird...

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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon piepa » 02.Feb 2015, 12:05

es wird nach wie vor leider,immer noch als ekelig angesehn.
ich bin auf dem weg der besserung.das odaban hilft mehr sehr gut.nutz es jetzt schon seit 3 wochen und mir gehts besser damit.

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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon Dedee » 11.Mär 2015, 12:51

piepa hat geschrieben:ich bin auf dem weg der besserung.das odaban hilft mehr sehr gut.nutz es jetzt schon seit 3 wochen und mir gehts besser damit.


Super, das ist schön :)
Liebe Grüße
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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon piepa » 11.Mär 2015, 23:36

Sanatra hat geschrieben:Ich finde es auch schrecklich das sich so wenig mit dem Thema auseinander Gesetzt wird und man Grundlos dafür aufgezogen wird...


ich hab es nach wie vor nur den jenigen gesagt,wo ich weiss,da kommen keine blöden sprüche oder sonst was.und das klappt sehr gut.

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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon veraenderung87 » 09.Jun 2015, 21:14

Im Nachhinein, war meine schlimmste Erfahrung der Beginn der Krankheit. Gut, ich habe als Kind auf dem Fahrrad im Sommer, schonmal schnell geschwitzt unterm Rucksack, aber so richtig, fing das krankhafte schwitzen meiner Meinung nach erst zu Hause an. Ich saß zu der Zeit - wohl so mit 12 - vor dem Computer, Spiele zocken. Ich meine mich zu erinnern, dass ich relativ konzentriert war bei einem komplizierten Spiel mit viel Action. Ich wunderte mich, was da rechts unter dem Arm so kitzelt, aber dachte mir weiter nichts. Dann stellte ich immer mehr fest, dass einfach einzelne Tropfen so in Minutenabständen von der Achsel runterflossen. Einfacho so, obwohl ich ohne jegliche Bewegung da saß!! Horror. Ich weiß noch ganz genau, meinen Gesichtsausdruck: total verwundert, was das jetzt soll... ich habe mich einfach unheimlich gewundert, warum da aus meinen Achseln immer mal wieder ein paar Tropfen runterlaufen und im Ärmel hängenbleiben.. und mir war ja auch nicht kalt. Ja und dann wurde es ab dem Tag eigentlich kontinuierlich mehr und mehr, umso mehr ich mich darauf konzentriert hatte.

Also schlimm für mich, weil ich genau weiß, wie es (grundlos) angefangen hat.

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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon piepa » 10.Jun 2015, 16:18

veraenderung87 hat geschrieben: Ich wunderte mich, was da rechts unter dem Arm so kitzelt, aber dachte mir weiter nichts. Dann stellte ich immer mehr fest, dass einfach einzelne Tropfen so in Minutenabständen von der Achsel runterflossen. Einfacho so, obwohl ich ohne jegliche Bewegung da saß!! Horror. Ich weiß noch ganz genau, meinen Gesichtsausdruck: total verwundert, was das jetzt soll... ich habe mich einfach unheimlich gewundert, warum da aus meinen Achseln immer mal wieder ein paar Tropfen runterlaufen und im Ärmel hängenbleiben.. und mir war ja auch nicht kalt. Ja und dann wurde es ab dem Tag eigentlich kontinuierlich mehr und mehr, umso mehr ich mich darauf konzentriert hatte.

Also schlimm für mich, weil ich genau weiß, wie es (grundlos) angefangen hat.


Genau so,hats bei mir in der Schule damals schon begonnen.Hab auch gedacht,was kitzelt da so? Sas im Unterricht und die Tropfen fielen hin und wieder.Irgendwann dann dacht ich oha,du schwitzt ja richtig,obwohl ich mich net bewegte.Konzentriert hab ich mich nicht drauf,nur gewundert.Weiter hab ich dann nimmer drauf geachtet,wie das weiter ging.Erst ein paar Jahre später,richtung Pupertät,immer und immer mehr.Und irgendwann dann hab ichs aufgegeben,einfarbige Obterteile zu tragen :(

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Re: Alltagsleben und schlimme Erfahrungen

Beitragvon kevja » 11.Jun 2015, 10:03

Also so was hab ich Gott sei Dank nur bei warmen (heißen) Wetter. Ansonsten schwitze ich halt extrem, wenn ich mich bewege - selbst im Winter draußen!
Auch einer, der viel schwitzt...


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