Hyperhidrose mit starker emotionaler Komponente

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Sudo

Hyperhidrose mit starker emotionaler Komponente

Beitragvon Sudo » 12.Jul 2015, 11:18

Liebe Alle,

nach nunmehr gut 15 Jahren massiv lebensqualitätseinschränkender Hyperhidrose möchte ich nun endlich wieder Hoffnung schöpfen können, bin aber ehrlich gesagt, extrem ratlos.
Zwar litt ich offenbar schon zeitlebens unter einer verstärkten Schweißbildung (insbesondere Nase). Nach Aussage meiner Mutter schwitzte ich selbst im tiefsten Winter im Kinderwagen leicht auf der Nase. Eine familiäre Komponente kommt ebenfalls hinzu und lässt sich väterlicherseits über wenigstens zwei Generationen nachverfolgen.
Trotzdem war dies über viele Jahre hinweg für mich akzeptabel und fiel nicht belastend ins Gewicht. Seit 15 Jahren aber ist das Ganze so dermaßen auch emotional überlagert, dass ich regelmäßig unter Panikattacken leide, wenn ich nur ansatzweise spüre, verstärkt zu schwitzen, was es dann freilich nur noch viel ärger macht. Zudem leide ich seitdem auch unter sehr starker axillärer HH, so dass ich vor echten Kleidungsproblemen stehe und des Sommers permanent mit riesigen Flecken schon am frühen Morgen unterwegs bin (wenn mir eben die schwarzen oder weißen T-Shirts mal wieder ausgegangen sind). Psychotherapie, Psychopharmakontherapie blieben ohne maßgeblichen Erfolg. Heute noch nehme ich Fluoxetin gegen die Panikkomponente, aber nur mit mäßigen Erfolg und dem Vernehmen nach soll Fluoxetin ja sogar schweißfördernde Wirkung haben...
In völliger Ratlosigkeit erwäge ich nun einen Besuch bei Dr. Schick in München, habe aber Sorgen, dass ich sofort wieder in die Psychoschiene abgeschoben werde, ohne dass die physische Komponente unvoreingenommen abgeklärt wäre. Wie gesagt, ist ein emotionaler Anteil nicht wegzudiskutieren, aber Ursache und Wirkung hier klar auseinanderzuhalten, gelingt mir nach 15 Jahren nicht mehr. Ihr könnt Euch vorstellen, dass ein Sommer wie dieser mit schwülen Extremgraden einer diesseitigen Hölle für mich entspricht und ich spüre wie auch meine berufliche Leistungsfähigkeit auf gefühlte 30 % vermindert ist.
Auch Hobbies, wie Bergwandern, stehen unter einem schlechten Stern, da diese natürlich mit körperlicher, schweißtreibender Anstrengung verbunden sind, was dazu führt, dass ich schon nach wenigen Höhenmetern völlig durchnässt bin. Am besten also bleibe ich nurmehr im Bett und lese. Dabei schwitze ich nicht, ist aber auch kein Leben mehr.
Ich würde mich sehr freuen, falls Ihr mir - sehr gerne per PN - Eure Erfahrungen mit Dr. Schick bei HH mit starker emotionaler Beteiligung zusenden würdet oder aber vielleicht sogar eine Alternative im Großraum München benennen könntet.

Verzweifelte Grüße, vielen Dank!

sudo

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